Uraufführung BÖSE FRAUEN am 12.12.2018 im brut Wien

BÖSE FRAUEN

Die Rabtaldirndln ziehen in Böse Frauen ihre Spritzen mit unbequemen Wahrheiten des Pflegealltags auf und zielen damit genau ins Zentrum unseres Verständnisses von Gut und Böse. Hintergrund des neuen Stücks ist die reale Mordserie der sogenannten Lainzer Mordschwestern, die von 1983 bis 1989 im ehemaligen Krankenhaus Lainz mehr als zweihundert Patient*innen töteten.

Was lässt Menschen, die sich der Pflege Kranker verschrieben haben, zu Todesengeln werden? Auf der Anklagebank sitzen die Lust an der Macht, über den Tod zu entscheiden, und die gleichzeitige Machtlosigkeit des Pflegepersonals. Pflege geht an die Substanz, sie fordert, sie spaltet, sie führt an Grenzen. Opferbereitschaft gehört zum unausgesprochenen Jobprofil. Die brachialfeministischen Rabtaldirndln sind sich sicher, dass es eine andere Lösung als Opferbereitschaft geben muss, und suchen in der gnadenlosen Liebe zur Konsequenz Gemeinsamkeiten mit den berüchtigten Mordschwestern. Schließlich sagen die Rabtaldirndln: „Wenn es mit uns einmal zu Ende geht, dann wollen wir die letzte Strecke würdig bewältigen.“

Konzept & Umsetzung Die Rabtaldirndln und Ed. Hauswirth RegieEd. Hauswirth Performance Barbara Carli, Rosa Degen-Faschinger, Gudrun Maier Technischer Support Nina Ortner Produktionsleitung Gudrun Maier Dramaturgie Gerda Saiko Ausstattung / künstlerischer Support Georg Klüver-Pfandtner Fotocredits: Nikola Milatovic

 

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